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Tafel 8: Reformierte Kirche

Die reformierte Kirche formt die Gemeinde Feuerthalen


Langwiesen und Feuerthalen gehörten ursprünglich zur Kirchgemeinde Laufen. 1390 errichtete die Kirche St. Johann in Schaffhausen eine Kapelle in Feuerthalen, in der ausschliesslich Messen für die Bewohner der beiden Dörfer abgehalten wurden. Sie wurde dem Heiligen St. Leonhard geweiht. Für alle anderen kirchlichen Aufgaben war weiterhin Laufen zuständig. Im Zuge der Reformation wurde der Messbetrieb in der Feuerthaler Kapelle untersagt. Nun war wieder Laufen das kirchliche Zentrum. Erst 1581 bewilligte der Zürcher Rat den Feuerthalern, die Sonntagspredigten fortan in Schaffhausen zu besuchen.
1628 erlaubte die Stadt Schaffhausen den Feuerthalern, ihre Kapelle wieder instand zu setzen, sie durch einen Friedhof zu erweitern und mit einer Friedhofsmauer zu umgeben. Aus der Kapelle wurde so die heutige Kirche, die zwei Jahre später eingeweiht werden konnte. Sie wurde 44 Jahre später zum Zentrum der eigenen Kirchgemeinde.
1798 rief die Helvetische Republik die Einwohnergemeinden ins Leben. In der Einwohnergemeinde waren nicht mehr nur die Ortsbürger stimmberechtigt, sondern alle in der Gemeinde wohnenden Männer mit Schweizer Bürgerrecht. Die Grenzen der neuen Einwohnergemeinden wurden analog derjenigen der Kirchgemeinden gezogen. So entstand die politische Gemeinde Feuerthalen in den Grenzen der damaligen Kirchgemeinde Feuerthalen.


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Undatierte Zeichnung der reformierten Kirche.



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