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Tafel 7: Edelfräulein Berta

Edelfräulein Berta – Frauenpower im Mittelalter


Ob das Edelfräulein Berta tatsächlich gelebt hat, ist umstritten. In Feuerthalen, Langwiesen, Flurlingen und Uhwiesen ist sie jedoch bis heute höchst lebendig. Denn wegen ihr feiern die Kohlfirstdörfer den Hilari.

Das Edelfräulein Berta muss, sofern sie denn tatsächlich gelebt hat, eine sehr eigenständige Person gewesen sein. Von Schloss Laufen aus herrschte sie gemäss der Sage mit sanfter Hand über ihre Ländereien. Die Untertanen in den vier Dörfern verehrten sie. Auch ein Ritter aus dem Schwabenland war dem Edelfräulein zugetan und wollte sie unbedingt heiraten. Aber das selbstbewusste Edelfräulein zeigte ihm die kalte Schulter. Das erboste den Ritter so sehr, dass er mit seinen Knechten und Soldaten Schloss Laufen belagerte. Aber der Ritter hatte die Rechnung ohne die Untertanen aus den vier Kohlfirstdörfern gemacht. Denn diese eilten Berta zu Hilfe und trieben den Ritter und seine Knechte wieder zurück in seine Heimat. Das Edelfräulein war für den bäuerlichen Beistand so dankbar, dass es den Bauern auf ewige Zeiten den Kohlfirstwald vermachte. Und das wiederum freute das Volk so sehr, dass seit diesem Tag jedes Jahr Hilari gefeiert wird.

Tönt wunderbar. Nur: Das Edelfräulein Berta hat wohl nie gelebt, taucht es doch in keiner Urkunde auf. Aber das soll die Hilarifeiern keinesfalls beeinträchtigen.


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Wie die Bauern Edelfräulein Berta retten. Zeichnung von Werner Wocher.

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