Tafel 5: Die Rheinbrücken

Die Rheinbrücke: Unentbehrliche Verbindung
zwischen Feuerthalen und Schaffhausen


König Heinrich IV. bestätigte 1067 in einer Urkunde den Schaffhausern, dass der Rhein in seiner ganzen Breite zum städtischen Gebiet gehöre. Entsprechend zählen die Rheinbrücken ebenfalls in ihrer ganzen Länge zum Schaffhauser Hoheitsgebiet.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde eine Holzbrücke im Jahr 1259. Über die zweite Holzbrücke, die nach 1480 entstand, ist relativ wenig bekannt. Zwischen 1550 und 1611 ersetzte Schaffhausen die ursprünglich hölzernen durch steinerne Brückenpfeiler. Ebenfalls 1550 baute die Munotstadt auf Feuerthaler Seite einen Turm samt Wachthaus. Auf den Turm malten sie demonstrativ das Schaffhauser Wappentier – allerdings nicht von vorne sondern von hinten. Die Zürcher Seele kochte, und die Schaffhauser mussten die Provokation wieder entfernen.
Berühmt wurde die Holzbrücke des Teufener Unternehmers Hans Ulrich Grubenmann (1709 – 1783), die 1758 eingeweiht wurde. Grubenmann baute eine wunderschöne Brücke über den Rhein. 1799 wurde sie jedoch durch die Franzosen im Kampf gegen die vorrückenden Österreicher in Brand gesetzt. Ersetzt wurde sie erst 1805. Die neue Holzbrücke verband Feuerthalen mit Schaffhausen bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Als der Verkehr in den Fünfziger Jahren massiv zunahm, genügte sie nicht mehr. Zwischen 1961 und 1964 wurde deshalb die heutige fünfte Rheinbrücke erstellt.


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Die Rheinbrücke vom Freien Platz Richtung Feuerthalen im Jahr 1849.
(Quelle: Stadtarchiv Schaffhausen)



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