Tafel 2: Fürstengut

Das Fürstengut und die Pappenheimer


«Das sind mir aber Pappenheimer!», pflegen wir zu sagen, wenn wir über liebe Mitmenschen nur noch den Kopf schütteln. Aber die Pappenheimer hat es gegeben. Sie haben zeitweise im Fürstengut gelebt.
Das «Fürstengut» entstand um 1600 als Landsitz der Schaffhauser Familie Oschwald, die «im Himmelsreich» eine bescheidene Scheune zum stattlichen Haus mit stolzem Fachwerkobergeschoss umbaute. Die Oschwalds erfreuten sich ihres Besitzes nur 25 Jahre, denn 1625 ging Hans Kaspar Oschwald Konkurs. Das Gut wurde versteigert und vom Stadtzürcher David Werdmüller erworben, der es nach wenigen Monaten an Reichsmarschall Maximilian von Pappenheim veräusserte.
Von Pappenheim hat die Liegenschaft wohl vor allem mit Blick auf den Dreissigjährigen Krieg erworben, der zu jener Zeit tobte. Als die Schweden Süddeutschland heimsuchten, nahm von Pappenheim tatsächlich vorübergehend im «Fürstengut» Wohnsitz.
Nach seinem Tod 1638 erbte seine Tochter Maximiliana Maria den Landsitz. Maximiliana war seit 1631 mit dem Generalfeldwachtmeister Rudolf Graf von Fürstenberg verheiratet, der später in den Fürstenstand erhoben wurde. Über die Jahre wurde in Anlehnung an den Rang und den Namen der Inhaber das Haus deshalb zum «Fürstengut».


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Das Fürstengut – eines der schönsten Gebäude von Feuerthalen.



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