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Tafel 12: Hilari

Hilari – das exklusive Fest der Kohlfirstgemeinden


Das Hilarifest wird exklusiv in den Chohlfirstgemeinden Feuerthalen mit Langwiesen, Flurlingen und Uhwiesen gefeiert. Wo die Ursprünge des Hilarifestes liegen, lässt sich nicht genau sagen.
Neben der Sage vom Edelfräulein Berta von Laufen sind verschiedene Erklärungen zum Ursprung des Hilaris im Umlauf: Die eine besagt, das Fest habe seine Wurzeln in einem römischen Frühlingsfest, das am sogenannten Hilarien, dem 23. März, gefeiert worden sei. Eine andere These verbindet das Fest mit dem heiligen Hilarius, dem die Kirche Laufen geweiht war. Die dritte Erklärung greift auf den 23. Dezember 1397 zurück. 1388 erwarb Wilhelm Ammann von Mörlen die Vogtei Laufen mit den Dörfern Uhwiesen, Flurlingen, Langwiesen und Feuerthalen. Als er starb, erbte seine Frau Anne von Betmaringen das Lehen. Am 27. Dezember 1397 genehmigte der Bischof von Konstanz als Grundherr die Lehensübertragung ohne jede Auflage. Dies führte zur Annahme, dass es sich um eine Schenkung handelte. Dass es sich bei der Erbfolgerin um eine Frau und bei der Lehensbestätigung um eine Schenkung handelte, soll zur Legendenbildung um das Edelfräulein Berta beigetragen haben.
Was auch immer am Anfang des Hilariusfestes stand. Unbestritten ist, dass es sich dabei um einen der ältesten Zürcher Volksbräuche handelt, und das Fest in den vier Chohlfirstdörfern bis heute äusserst lebendig ist.


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Hilari um 1900. (Quelle: Roland Leutenegger, Hilari im Wandel der Zeit)

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