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Tafel 11: Adlergasse

Adlergasse – die holprige Verbindung nach Winterthur


Wer die steile Adlergasse zu Fuss erklimmt, gewinnt wertvolle historische Erkenntnisse. Mit ihren 15 % Steigung bringt sie jeden Normalsterblichen schnell ins Schnaufen. Die Häuser drängen sich eng an die Strasse. Es hat wenig Platz. Das sagt viel über diese Verkehrsachse aus. Der Name stammt vom ehemaligen Wirtshaus zum Adler.
Die Adlergasse war während Jahrhunderten die wichtigste Strassenverbindung von Feuerthalen nach Uhwiesen und weiter bis nach Winterthur. Die enge und steile Gasse bildete einen schroffen Gegensatz zum bequemen Übergang über die Rheinbrücke nach Schaffhausen. Es ist deshalb keine Frage, weshalb sich Feuerthalen in seiner Geschichte so eindeutig gegen Schaffhausen hin orientierte. Es war neben der wirtschaftlichen Stärke der Munotstadt ganz einfach viel bequemer. Schon bei guten Verhältnissen war es anstrengend und mühselig, zu Fuss, mit Gepäck oder mit Ross und Wagen die Anhöhe bei der reformierten Kirche zu erklimmen. Erst recht anspruchsvoll war es bei schlechtem Wetter. Dann war die Adlergasse kaum befahrbar.
Die Adlergasse war jedoch auch wichtig für das Feuerthaler Handwerk und Gewerbe. In den eng an der Strasse anliegenden Häuser wohnten viele Gewerbetreibende und Handwerker. Für sie war der Durchgangsverkehr von Schaffhausen Richtung Winterthur ein Segen, kam so doch quasi auf natürlichem Weg genügend Kundschaft vorbei.


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Adlergasse 1932 mit Kindern.
(Quelle: www.schaffhausen-foto-archiv.ch/feuerthalen.html)



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